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Definition des Projektgebiets bei vorgegebener geographischer Auflösung

Die erste Variante bei der Einrichtung einer location besteht darin, dass die Grenzen des Projektgebiets durch die Aufgabenstellung festgelegt sind und für eine zu scannende Karte die Scaneinstellungen angepasst werden müssen.

Die Anzahl der Rasterzellen in einer location ergibt sich hier aus der Länge und Breite des Projektgebiets und der gemäß den Anforderungen an die Ergebnisse gewählten Auflösung (GRID RESOLUTION).

Beispiel: Die Länge einer quadratischen location sei 1km, mit einer gewünschten Auflösung von 5m pro Zelle (GRID RESOLUTION) ergibt sich:


\begin{displaymath}
\frac{1.000m}{5m} = 200~Zeilen~(bzw.~Spalten) \Rightarrow
200*200~Rasterzellen
\end{displaymath} (1)

Wenn beispielsweise eine Karte für diesen Bereich gescannt wird, muss sie aus 200 $\ast$ 200 Zeilen und Spalten bestehen, um verzerrungsfrei importiert werden zu können. Hier bestimmt also die location die Scanauflösung, da ja die Länge und Breite des Scanausschnitts durch die Grenzen der location festgelegt sind. Vergleichbares gilt für andere Datengrundlagen, deren Auflösungen ebenfalls angepasst werden müssen (z.B. digitales Höhenmodell mit definierter Rasterweite).

Es stellt sich nun also die Frage, welche Auflösung beim Scanner vorzugeben ist, um genau diese Spalten- und Zeilenanzahlen bei festgelegter Seitenlänge zu bekommen. In diesem Beispiel sei ein Maßstab von 1:25000 bei der zu scannenden Karte angenommen. Der location-Länge von 1000m entsprechen damit:


\begin{displaymath}
\frac{100.000cm}{25.000} = 4cm,
\end{displaymath} (2)

also 4cm in der Karte. Die Scanauflösung dieser zu importierenden Karte berechnet sich folgendermaßen:


\begin{displaymath}
\frac{Rasterzeilen~(bzw.~-spalten)}{zu~scannende~Kartenstre...
...=
\frac{200~Zeilen~(bzw.~Spalten)}{4cm} = 50\frac{Zeilen}{cm}
\end{displaymath} (3)

Auf dpi (dots per inch, entspricht den Zeilen bzw. Spalten pro inch) umgerechnet bedeutet das:


\begin{displaymath}
50\frac{Zeilen*2,54}{inch} = 127dpi
\end{displaymath} (4)

Dieser Wert muss beim Scanner eingestellt werden, der zu scannende Ausschnitt entsprechend den geographischen Grenzen des gewünschten Ausschnitts ebenfalls. Je nach Kartenmaßstab ergibt sich eine unterschiedliche Auflösungszahl. Sie muss groß genug sein, damit auch kleine Kartenschrift lesbar bleibt. Sehr problematisch (quasi unmöglich) ist beim Scanvorgang, genau die passenden Zeilen und Spalten im gewünschten Ausschnitt zu erhalten und die Karte exakt ausgerichtet zu scannen. So lässt sich bei dieser Variante die Nachbearbeitung mit Bildverarbeitungssoftware nicht umgehen (z.B. mit den netpbm-tools[*]).

Nun folgt eine alternative Methode zur Definition des Projektgebiets in Abhängigkeit von den zu verarbeitenden Daten.


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Markus Neteler 2005-04-14