Die zweite Variante zur location-Einrichtung kann angewendet werden, wenn die
Auflösung in der location entsprechend einer gescannten Karte
(oder anderen vorgegebenen Datengrundlagen) wählbar ist. Hier ergeben sich die Parameter
der location also aus der Datengrundlage. Das einzulesende Bild
und die location müssen die gleiche Anzahl von Rasterzeilen und -spalten
aufweisen. Mit dem Programm $ xv lassen sich diese Angaben des
Rasterbildes beispielsweise ermitteln (Menüpunkt "`Windows"' - "`Image
Info"').
Welcher Strecke in der Natur die Länge einer Rasterzelle entspricht, ergibt sich aus der
vorher gewählten Auflösung am Scanner. Der Wert wird dann bei der Einrichtung der
location als GRID RESOLUTION angegeben (vgl. Koordinatenformular auf
Seite
). Das Rasterbild darf aber nicht in der Größe skaliert werden,
da sich sonst die Maßstäbe im Bild ändern.
Sinnvollerweise wird beim Scannen mit einer Auflösung im Bereich von 150-300dpi gearbeitet (als Farbfoto mit 256 Farben), die Kartensignaturen sollten lesbar sein. Die Rasterauflösung in GRASS (GRID RESOLUTION der location) ergibt sich daraus. Es folgt ein Berechnungsbeispiel für eine quadratische location. Als Scanauflösung seien 300dpi angenommen:
| (5) |
Der Maßstab der gescannten Karte sei 1:25.000. Ein Zentimeter auf der Karte entspricht also 25.000cm in der Natur. Nun soll berechnet werden, welcher Strecke in der Natur die Länge einer Rasterzelle entspricht:
| (6) |
Dieser Wert von 2.12m wird bei der Einrichtung der location als GRID RESOLUTION eingetragen (mit einem Punkt als Komma). Wenn die GRID RESOLUTION eine gerade Zahl sein soll, muss entsprechend rückgerechnet und die Scanauflösung abweichend von 300dpi variiert werden. Normalerweise sollte diese beim Scanner bis zu einem Maximum frei einstellbar sein.