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Import eines Rasterbildes in eine location mit Gauß-Krüger-Koordinaten

Liegt Ihnen ein Datensatz vor, von dem Sie auch die Geocodierung kennen (also seine Randkoordinaten und die Auflösung), können Sie diese Daten direkt in eine location mit Projektion (hier: Gauß-Krüger-location) importieren. Sind die Daten im ASCII- oder ARC-GRID-Format gespeichert (Module: $ r.in.ascii bzw. $ r.in.arc), werden die Koordinaten automatisch mitübertragen. Anschließend ist nur noch $ r.support zur Berechnung statistischer Angaben aufzurufen ("`Edit header"': no, "`update stats..."': yes, weitere Fragen: return). Im Folgenden das Vorgehen für den Fall beschrieben, dass Sie die Koordinateninformationen nur separat kennen.

Nehmen wir an, es liege eine Grundwasser-Flurabstandskarte in gewünschtem Ausschnitt und bekannter Auflösung vor, die Eckkoordinaten seien bekannt. Allgemein ist zu sagen, dass in einer mapset sämtliche Rasterdaten ihre individuelle Auflösung haben können. Dazu ist allerdings die jeweilige Auflösung vor dem Import bzw. vor jeder Bearbeitung der Daten mit $ g.region (Menüpunkt 1, GRID RESOLUTION, oder per Parameterübergabe) entsprechend einzustellen. Ansonsten wird in der gerade aktuellen Auflösung importiert oder gerechnet (Regelfall, der viele Vorteile bringt).

Nach der Einrichtung der location (entsprechend den gegebenen Koordinaten und GRID RESOLUTION) kann die Grundwasser-Flurabstandskarte importiert werden. Die Kartendatei muss im aktuell benutzten Verzeichnis (üblicherweise Ihr $HOME-Verzeich"-nis) liegen. Wie geht man nun vor? Der Import soll anhand des TIFF-Importmoduls gezeigt werden:

Mit $ r.in.tiff
wird die Karte eingelesen. Dazu wird

1.
die Bilddatei angegeben (deren Namen man im Kopf haben muss oder in einem anderen Terminalfenster nachsehen kann), sie muss im aktuellen Verzeichnis gespeichert sein;
2.
ein neuer Name angegeben, unter dem GRASS die Datei in der GRASS-database ablegen soll: z.B. flurabstandskarte;
3.
"`Verbose mode on?"' - "`y"': Damit sehen Sie Details zum Import wie das Datenformat, gegebenenfalls eine Meldung, wenn es Probleme gibt (es existieren verschiedene TIFF-Un"-terformate) und den aktuellen Importfortschritt.

Alternativ können Sie in "`TclTkGRASS"' importieren: "`IMPORT"'"`RASTER MAP"'"`TIFF"'. Der Knopf "`file"' im neuen Fenster öffnet einen kleinen Dateimanager zur Auswahl der Datei, in die zweite Zeile ist der neue Dateiname für GRASS einzutragen. "`Verbose mode"' sollte angeklickt werden.

Nach dem Import rufen Sie, wie oben beschrieben, das Modul $ r.support auf. Nach Angabe des Dateinamens werden Sie gefragt:

1.
"`Edit the header?"' - "`yes"':
Nun besteht die Gelegenheit zur Überprüfung der rows und columns. Die Werte sollten stimmen.
2.
Mit "`ESC"' gelangt man zum Koordinatenmenü.
3.
Im Koordinatenmenü müssen die Randkoordinaten überprüft werden. Sollten die Werte des CELL HEADER auf 0 etc. stehen und nicht mit denen der DEFAULT REGION übereinstimmen, so sind sie zu korrigieren (sonst kann man nicht weiterarbeiten):
Sofern die Karte so groß ist wie die gesetzte Region (Zoom etc.), können Sie einfach jeweils die Werte von den angegebenen Default-Werten übertragen (also insgesamt vier Werte). Dann geht es weiter mit "`ESC"'.
Weitere Fragen mit "`return"' beantworten. Jedoch sollte bei der Frage nach "`update stats..."' mit "`yes"' geantwortet werden.

Weitere Informationen zu den Möglichkeiten (Verändern der Farbtabelle etc.) des Moduls

$ r.support können dem GRASS User Manual entnommen (siehe Literaturliste) oder über die Onlinehilfe $ g.manual erfragt werden.


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Markus Neteler 2005-04-14