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Hinweise zum Thema Auflösung von Rasterkarten

GRASS unterscheidet sich bezüglich der Handhabung von Auflösung und aktiver Region gegenüber anderen GIS-Systemen. Gegenüber ARC/INFO ist die Arbeit mit veränderter Rasterauflösung oder der Festlegung eines zu bearbeitenden bzw. zu exportierenden Ausschnitts aus einem Projektgebiet sehr einfach.

Bei GRASS wird immer im aktiven Ausschnitt gearbeitet. Das bedeutet, dass Ergebnisse innerhalb der gerade gesetzten Koordinatengrenzen berechnet werden, auch wenn die Eingangskarten größer sind. Gleiches gilt prinzipiell auch für die Rasterauflösung: Jede Karte kann ihre eigene Rasterauflösung haben, eine neue Karte wird in den aktuellen Einstellungen berechnet. Ist intern eine Auflösungsanpassung notwendig, wird bei verminderter Auflösung der entsprechende Zellenwert gemittelt. Eine höhere Auflösung lässt sich de facto nur über eine Interpolation erzeugen. Wird dagegen die Auflösung einfach hochgesetzt, liegen zwar mehr Rasterzellen vor, benachbarte Zellen enthalten aber identische Werte.

Bei Import und Export von Rasterdaten gilt oben genanntes ebenfalls, Sie können also beispielsweise ganz einfach Kartenausschnitte mit gewünschter Auflösung exportieren. Hier liegt ein großer Vorteil der Rasterdatenverwaltung von GRASS gegenüber anderen Systemen. Die bei der location-Definition eingestellte Auflösung stellt nur einen Standardwert da. Sie können jeder Karte jedoch eine eigene Auflösung geben.

Die Einstellung des aktiven Ausschnitts (region genannt) bzw. der Rasterauflösung erfolgt mit

$ g.region

Nach Aufrufen des Moduls können Sie das Menü benutzen. Aktuelle Einstellungen können hier auch unter einem Namen gespeichert werden. Optional lässt sich das Modul auch kommandozeilenorientiert benutzen. Ein Beispiel:

$ g.region res=12.5 -p

setzt die Auflösung auf 12.5 Karteneinheiten (üblicherweise Meter).

Sie können auch die Werte von einer vorhandenen Karte übernehmen (Koordinatengrenzen und Rasterauflösung):

$ g.region rast=karte -p

Der Parameter "`-p"' gibt die aktuell gesetzten Einstellungen aus ("`print"'). Die Angaben, die Sie dann sehen, könnten beispielsweise sich so darstellen (Gauß-Krüger-Projektion):

  projection: 99 (Transverse Mercator)
  zone:       0
  north:      5768850
  south:      5764875
  west:       3569550
  east:       3574775
  nsres:      25
  ewres:      25
  rows:       159
  cols:       209

Wenn Sie auf die Standardeinstellungen (Koordinatengrenzen und Rasterauflösung) der location zurücksetzen möchten, geben Sie ein:

$ g.region -d -p


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Markus Neteler 2005-04-14