Wie im vorigen Abschnitt angemerkt, wird nur der "`aktive Ausschnitt"' exportiert. Damit können Sie auf einfache Weise Teilkarten exportieren. Die angegeben Module führen Sie mit Menüs durch den Vorgang. Etwas anders verhält es sich lediglich bei dem ARC-GRID-, ASCII- und PPM-Export, bei dem die Datenausgabe "`umgeleitet"' werden muss (sogenanntes "`UNIX-Piping"', vgl. Abschnitt 2.2.6):
$ r.out.arc map=rasterdatei
rasterdatei.grd
Der optionale Parameter "`dp"' dient der Beschränkung der Dezimalstellen (hier auf zwei Stellen nach dem Komma):
$ r.out.arc map=rasterdatei dp=2
rasterdatei.grd
Nun noch ein Beispiel für den PPM-Export mit Umwandlung in das GIF-Format durch die netpbm-tools (Sie können alternativ auch $ xv verwenden):
In GRASS 4.1.x:
$ r.out.ppm.cerl input=rasterdatei output=- | ppmtogif
export.gif
In GRASS 4.2.x:
$ r.out.ppm input=rasterdatei output=- | ppmtogif
export.gif
Die erzeugte GIF-Datei liegt dann im aktuellen Verzeichnis. Auch hier wird das sogenannte
"`UNIX-Piping"' eingesetzt, die Ergebnisse von r.out.ppm werden direkt in ppmtogif
übertragen, dort verarbeitet und der Datenstrom in die Datei export.gif geleitet. Der
Vorteil der "`netpbm-tools"' besteht darin, dass Sie eine Umwandlung automatisch ohne
manuelles Eingreifen, beispielsweise in Scripten, erledigen können.
Eine weitere Export-Möglichkeit besteht im ASCII-Sites-Format (als x-, y-Koordinaten mit jeweiligem z-Wert). Im Gegensatz zum ASCII-Raster-Export mit $ r.out.ascii, bei dem die Rasterzellenwerte als "`Zahlenkolonnen"' ausgegeben werden, kann mit dem folgenden Befehl erreicht werden, zu jeder Zelleninformation die individuellen Koordinaten mit auszugeben:
$ r.stats -1 -g input=rasterdatei
hoehendaten.txt
Die Struktur der ASCII-Datei hoehendaten.txt ist bei diesem Export:
Rechtswert Hochwert Zellenwert
Optional kann das Label (jeweiliges Attribut der Rasterzelle) mit ausgegeben werden (vgl. Abschnitt 6.11).