Eine Karte kann in einem Geographischen Informationssystem nur dann zu Analysen benutzt werden, wenn die Kartenobjekte (Straßen, Gebäude, Flächen etc.) als einzelne Objekte selektierbar sind. Wurde beispielsweise eine Karte gescannt und dann in das GIS als "`Bild"' (z.B. mit r.in.tiff) importiert, können die Kartenobjekte nicht selektiert werden. Alle Informationen liegen in diesem Fall als einzelne Rasterzellen vor, die nur singulär selektiert werden könnten. Zwar ließen sich homogene Flächen und Linien automatisiert vektorisieren (r.line, r.poly), es treten aber sofort Probleme auf, wenn sich Kartensignaturen überlagern (z.B. eine Straße in einem Waldstück). Eine Übersicht der Konvertiermöglichkeiten vom Vektor- in das Rasterformat zeigt Abbildung 17.
Um einzelne Objekte selektierbar zu machen, führt man eine Vektordigitalisierung durch und überträgt dabei die Objektgrenzen und Attribute in eine neue Karte. Es werden mit der (Digitalisier-) Maus die Grenzlinien um homogene Flächen und Verbindungslinien "`nachgezeichnet"'. Da die Arbeit im GIS geschieht, sind diese Vektoren automatisch geocodiert gespeichert.