Es gibt zwei Möglichkeiten der Kartenvektorisierung (häufig auch als "`Digitalisierung"' bezeichnet):
Beim Digitalisieren mit einem Digitalisierbrett wird die Karte auf ein
Digitalisierbrett gelegt, die Eckkoordinaten per Mausklick angewählt und jeweils die
zugehörigen Koordinaten per Tastatur im Digitalisiermodul angegeben (Kartenregistrierung).
Der Vorteil der Digitalisierung am Digitalisierbrett besteht darin, dass die Übersicht auf
dem Kartenblatt gewahrt bleibt. Der Nachteil ist der hohe Kaufpreis eines
Digitalisierbretts und die nicht vorhandene Vergrößerungsmöglichkeiten bei schlecht
lesbaren Kartensignaturen. Außerdem muss sich die Kartenvorlage in sehr gutem Zustand
befinden, sie darf also nicht verzogen sein, um Lagefehlern vorzubeugen.
Beim Digitalisieren mit der Maus am Bildschirm werden eine gescannte, geocodierte Rasterkarte auf dem GRASS-Monitor dargestellt und per Maus die relevanten Kartenobjekte digitalisiert. Die Kartenreferenzierung entfällt bei der Digitalisierung per Maus, da die Karte ja bereits geocodiert ist. Der Vorteil liegt darin, dass über die Änderung der ZOOM-Stufe Ausschnitte vergrößert werden können und damit die Digitalisierung sehr genau erfolgt. Neben einem Zugang zu einem Scanner sind keine Investitionen notwendig. Der Nachteil liegt in der etwas schwierigeren Orientierung auf der Karte am Bildschirm.
Prinzipiell wird im GIS auf folgende Weise digitalisiert (wichtig wegen der maßstabsabhängigen Generalisierungen in Karten):