Die GRASS-Software (C-Quellcode) kann auf jeder UNIX-Plattform (PCs
mit Linux, Mac OSX Rechner, Workstations unter UNIX-De"-ri"-va"-ten
von HP, SCO, SGI Indy, SUN (Solaris und SunOS), DEC Alpha etc.)
übersetzt werden. Geeignet sind sowohl freie (z.B. GNU C-Compiler) wie
auch proprietäre C-Compiler. Zur Übersetzung des Quellcodes werden
mindestens 150MB Festplattenkapazität benötigt. Der Umfang von GRASS
beträgt inzwischen über 1 Million Programmzeilen. Ein ganz großer
Vorteil von GRASS gegenüber üblichen GIS besteht darin, dass das
Programm im Betrieb aufgrund des modularen Aufbaus kaum
Arbeitsspeicher benötigt. Damit steht entsprechend viel Platz für die
zu verarbeitenden GIS-Daten zur Verfügung.
Interessant ist vor allem die "`low cost"'-Lösung, GRASS in Kombination mit Linux auf einem handelsüblichen PC (oder sogar Notebook) zu verwenden. Dabei sollte der PC mindestens ein 486er/"-32MB RAM sein. Mehr Arbeitsspeicher ist generell besser als höhere Taktgeschwindigkeiten. Das UNIX-Be"-triebssystem Linux ist ebenfalls frei im Internet erhältlich oder alternativ über aufgearbeitete kommerzielle CD-ROMs. Soll MS-Windows auch auf dem PC laufen, wird Linux dabei parallel zu MS-Windows in einer eigenen Partition eingerichtet.
Für Linux selbst (incl. X11, dem UNIX-Window-System) ist mindesten 150MB zu reservieren. Die GRASS-Bi"-när"-pro"-gram"-me benötigen dank der guten Linux-Konzeption nur rund 50MB (gegenüber 150MB bei anderen UNIX-Derivaten). Der zu reservierende Platz für die 100MB Quellcode ist größer: mindestens 150MB. Es lohnt sich also zu Beginn, einfach die aktuelle Binärdistribution von GRASS aus dem Internet zu kopieren (Bezug: siehe nächster Abschnitt). Äußerst angenehm bei der Arbeit mit GRASS ist eine Dreiknopfmaus und ein Monitor mit einer Größe von mindestens 17''. Insgesamt stellt sich diese Plattform als stabil und schnell dar.
Für Programmier-Interessierte sei angemerkt, dass Linux-Distributionen üblicherweise auch die benötigten Compiler (z.B. GNU C Compiler) enthalten.