Vektordaten liegen sehr häufig in einem ESRI-Format vor: SHAPE-Format, E00-Format
oder das ASCII-"`ungenerate"'-Format. Der Import von SHAPE und E00 ist im
Anhang A.4 beschrieben. Vektordaten können aus GRASS im
"`ungenerate"'-Format auch exportiert werden.
Ein weiteres Format ist das ASCII-Vektorformat. Mit dem Modul
$ v.out.ascii werden Vektordaten im ASCII-Format exportiert. Die Exportdatei findet sich im Verzeichnis
$LOCATION/dig_ascii
Die zugehörigen "`categories"' sind bereits im ASCII-Format, die entsprechenden Dateien in den Verzeichnissen
$LOCATION/dig_cats und
$LOCATION/dig_att
können also direkt kopiert werden. Im Verzeichnis $LOCATION/dig_cats werden
die Text-Label abgelegt und in $LOCATION/dig_att die Punkte, an denen die
Label für die areas (Polygone) platziert sind.
Im- und exportiert werden kann das DXF-Format ( $ v.in.dxf). Allerdings gibt es manchmal Probleme mit dem DXF-Austausch, da verschiedene Formatversionen existieren.
Das zweite Modul $ v.in.dxf3d arbeitet bei Linienvektoren korrekt, bei Polygonen allerdings (derzeit) nicht. Die Lösung besteht im Anwenden von $ v.line2area nach dem DXF-Import. Anschließend folgt $ v.alabel, das mit laufender Nummer die Vektoren "`labelt"'. Die Attribute können nachher mit $ v.support zugefügt werden.
Ein weiteres Vektor-Austauschformat ist das U.S. DLG-Format, das in verschiedenen Versionen vorliegt. In Europa ist es eher unüblich.
Ganz wichtig ist generell der Aufruf von $ v.support nach einer Importierung, Bearbeitung etc. von Vektordaten. Damit werden die interne Struktur überarbeitet (Aufbau der Topologie) und Probleme bei der Vektordatenbearbeitung vermieden. Vereinfacht kann v.support per Kommandozeile aufgerufen werden:
$ v.support map=vektorkarte option=build