Um eine Umwandlung vom Vektor- in das Rasterformat durchzuführen, müssen die Vektoren zuerst ein Label, also eine Wertzuweisung bzw. ein Attribut erhalten. Dafür können, sofern es nicht auf genau festgelegte Werte ankommt, alle Vektoren automatisch mit derselben Information belegt werden. Im Modul
besteht hierfür die Möglichkeit. Zuerst wird das Digitalisiermedium (Digitalisierbrett oder Maus) angegeben, dann der Name der zu bearbeitenden Vektorkarte. Dann sehen Sie eine Parameterliste für die Karte, in der vor allem der Maßstab korrekt gesetzt sein muss. Nach Verlassen dieser Maske erhalten Sie das v.digit-Menü.
Nun ist der Menüpunkt "`L"' wie "`Label"' zu wählen, dann "`B"' wie "`Bulk remaining
labels"' (belegt alle unattributierten Vektoren mit einem Wert). So werden alle Vektoren
auf einen definierbaren Einheitswert gesetzt. Sie verändern ihre Farbe im
GRASS-Mo"-ni"-tor (zur optischen Kontrolle).
Ein Problem kann in v.digit auftreten - manchmal lassen sich nicht alle Vektoren automatisch "`labeln"' (erkennbar an der Uneinheitlichkeit der Farben). Dann hilft folgender Trick: Man digitalisiert mit der Maus einen kleinen Linienvektor an eine freie Stelle, führt die Prozedur "`Label"' - "`Bulk remaining labels"' (diesmal erfolgreich) durch und löscht die soeben neu angelegte Linie wieder.
Nun ist $ v.support zu benutzen, um die Vektortopologie neu aufzubauen (Option: "`build"').
Die Umwandlung der Vektoren in Rasterdaten erfolgt anschließend mit $ v.to.rast, das Modul ist menügesteuert. Es werden nur Vektoren mit Attribut konvertiert. Anschließend sollte $ r.support auf die neue Rasterkarte angewendet werden ("`Edit header"': no, "`update stats..."': yes, weitere Fragen: "`return"').