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Variante 2: RST-Methode

Die Spline-Interpolation führt häufig zu besseren Interpolationsergebnissen. Hier wird die Vektorkarte direkt angegeben, intern werden die Linien in das Punktformat umgewandelt und interpoliert (derselbe Algorithmus wie s.surf.rst). Das Modul wird folgendermaßen aufgerufen:

$ v.surf.rst

Nun ist die Vektorkarte mit den Isolinien anzugeben. Die Frage "`Use category data instead of attribute?"' ist üblicherweise mit "`no"' zu beantworten. Dann wird angegeben, ob Vektorlinien mit "`0"'-Attribut gültig sind oder "`no data"' entsprechen sollen (typisch: "`no"'). Die "`Maximum distance between points"' kann vom Programm ermittelt werden ("`return"'), ebenso "`Minimum distance between points"'. Nun lässt sich optional eine Punktdatei erzeugen, die die lokalen Abweichungen der Interpolation an den Stützstellen zeigt (wenn nicht: "`return"'). Dann wird die zu erzeugende Rasterkarte benannt: "`Output z-file (elevation)"'. Optional können statt der Höhenwerte auch die Partialableitungen berechnet werden. Nun werden die optional berechenbaren Hangneigungs- und Expositionskarten sowie Profilkrümmungskarten abgefragt (wenn nicht: "`return"'). Es folgt die optionale Maskenkarte (alternativ zu r.mask). Dann kann ein optionaler Multiplikator für die Werte der Vektorlinien angegeben werden. Anschließend folgen die Einstellungen zur Spline-Interpolation: "`Tension"' steuert die Behandlung von Extremwerten, "`Smoothing"' die Übergänge bei hoher Reliefenergie. Die weiteren Parameter steuern die Segmentierung (in den seltensten Fällen kann die Interpolation für das Projektgebiet in einem Schritt erfolgen), es kann eine entsprechende Segmentierungskarte sowie eine Karte der Segmentüberlagerung im Vektorformat erzeugt werden (wenn nicht: "`return"'). Die Anwort auf die Frage für den Normalisierungsparameter "`Use dnorm independent tension?"' ist von den Eingangsdaten abhängig. Zeigen sich beispielsweise "`Krater"' in der erzeugten Rasteroberfläche, wurde die Spannung der Splines (tension) falsch gewählt bzw. der Parameter "`-t"' (dnorm) fälschlicherweise benutzt.

Es ist empfehlenswert, die entsprechenden Aufsätze von MITASOVA ET AL. (1993a/b, 1999) zu lesen, um die Spline-Interpolation richtig zu steuern.


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Markus Neteler 2005-04-14