Eine Überlagerung von zwei oder mehreren Vektorkarten kann mit dem Modul $ v.patch erreicht werden. Im Ergebnis tauchen dann alle Geometrien
auf, die in den Karten enthalten sind.
Mit dem Modul $ v.cutter können dagegen Teilflächen ausgeschnitten werden. So lässt sich beispielsweise mit $ v.digit eine Fläche mit der Kategorie 1 digitalisieren, die als Schablone für die eigentliche Vektorkarte dient. Das Modul $ v.cutter produziert eine neue Karte, in der nur noch Vektordaten enthalten sind, die in der Schablonenfläche liegen. Die Abbildung 22 zeigt die Unterschiede zwischen v.patch und v.cutter.
Sollen dagegen einzelne Informationen aus einer Vektorkarte in eine neue Karte extrahiert
werden, erstellt $ v.extract unter Angabe der gewünschten
Kategorie(n) diese Selektionskarte.
Probleme können sich generell im GIS beim Verschneiden ergeben, wenn Polygone, die an sich übereinander liegen sollten, teilweise in den Grenzlinien geringfügig (durch Digitalisierfehler) voneinander abweichen. Dann ergeben sich Kleinstflächen ("`sliver polygons"'), die das Verschneidungsergebnis verschlechtern oder sogar unbrauchbar machen können. Entsprechend korrekt sollte also digitalisiert werden.