Die Kartenherstellung als Postscriptdatei lässt sich mit dem Modul $ ps.map durchführen. ps.map wird ständig erweitert und hat inzwischen schon eine beindruckende Menge von Optionen, die alle Teile der Kartengestaltung beinhalten. Allerdings muss ps.map über eine Skript-Sprache bedient werden, nicht so einfach wie eine mit der Maus zu bedienende Benutzeroberfläche. Dass hat aber auch, wie so oft, den Vorteil, dass man wiederverwendbare Skripts schreiben kann, was bei der wiederholten Ausgabe der gleichen Art von Karten die Arbeit sehr beschleunigen kann.
Vor dem Aufruf des Moduls ist zuerst ein Format für das später benutzte Ausgabegerät (Drucker) auszuwählen, von denen etliche schon pre-definitert sind. Beispiel:
$ ps.select a4 (entspricht Format DIN A4)
Die Definition eigener Druckerformate ist im Anhang A.6 beschrieben. Die Erzeugung der Karte erfolgt dann entweder interaktiv mit:
$ ps.map
wonach Sie anhand von Menüs durch den Kartenaufbau geführt werden, oder über eine Beschreibungsdatei (Textformat) mit allen benötigten Zuordnungen und Definitionen von Kartenelementen. Dort werden die darzustellenden Raster-, Vektor- und Punktkarten, die Farbzuordnungen, Linienbreiten usw. angegeben. Der Vorteil liegt wie gesagt darin, dass Sie Ihre Definitionen für die nächste Karte auf einfache Weise weiterverwenden können. Ein entsprechender Aufruf lautet:
$ ps.map input=beschreibungsdatei output=karte.ps
Es ist unmöglich hier alle Optionen von ps.map einzeln zu behandeln. Der Benutzer sollte deshalb die entsprechende html-Seite lesen. Um die Struktur in dieser optionalen Beschreibungsdatei verständlicher zu machen, wird ausserdem im Anhang ein Beispiel (Moordaten.psmap im Abschnitt A.7) vorgestellt. Trotzdem hier einige Hinweise.
Jede Art Daten, ob Raster, Vektor oder Punkt, kann mit ps.map dargestellt und relativ detailliert konfiguriert werden. So kann man zum Beispiel die Linienfarbe und -dicke von Vektorlinien, die Grösse von Punktobjekten, oder die Farbkombinationen von Rasterkarten bestimmen. Aber auch fast alle anderen Zusatzinformationen so wie Titel, Legende, Rahmen, usw., können mit ps.map dargestellt werden.
Nach der Erzeugung der Postscript-Datei kann die erzeugte Karte an den Drucker gesendet werden:
Allgemeiner Aufruf:
$ lpr -s -Pdruckername kartenname.ps
Beispiel:
$ lpr -s -Pclc-a4 karte1.ps
Postscriptdateien brauchen oft sehr viel Platz. Deshalb sollten Sie die Option -s angeben - sie verhindert, dass der Druckerdämon eine zusätzliche temporäre Kopie auf der Festplatte erstellt.
Im folgenden Abschnitt lernen Sie eine Alternative zu ps.map kennen, die sehr angenehm zu bedienen ist und sogar kartographisch-funktionale Vorteile gegenüber proprietärer Software wie "`CorelDraw"' hat.